Franca Lehfeldt exklusiv: „London ist für mich das New York Europas und England hat mich geprägt"

Shownotes

Ein Klassenzimmer im Norden Londons. Ein deutsches Mädchen absolviert hier die elfte Klasse im britischen Schulsystem. Neben dem Unterricht lernt sie eine andere Art zu denken, miteinander umzugehen, Traditionen zu leben. In dieser Zeit entsteht Franca Lehfeldts Verbindung zu England - eine Prägung, die bis heute wirkt.

In dieser Folge BRITPOD – England at its best spricht Alexander-Klaus Stecher mit der Journalistin, Unternehmerin und Bestsellerautorin Franca Lehfeldt über ihre Stationen auf der Insel. Mit London verbindet sie mehr als dieses Schuljahr. Die Stadt wird später zu ihrem zweiten Lernort, als sie ihr praktisches Semester im Landmark Hotel im Herzen Londons verbringt - einem Haus, in dem Afternoon Tea nicht nur serviert wird, sondern als festes Ritual gelebt wird: als Treffpunkt für Familie, Freunde und Generationen.

Das Gespräch führt weiter in die Welt des Journalismus. Franca Lehfeldt beschreibt die BBC als Vorbild für eine klare Trennung von Nachricht und Kommentar und als Gegenentwurf zu einer Medienlandschaft, in der Meinung, Aktivismus und Berichterstattung zunehmend ineinandergreifen. Es geht um Glaubwürdigkeit als journalistische Haltung, um Verantwortung und um die Frage, warum Neutralität heute oft missverstanden wird. Auch London nach dem Brexit kommt zur Sprache: veränderte Dynamiken, hohe Lebenshaltungskosten und Orte, die dennoch bleiben. Traditionelle Cafés, Harrods Food Hall, das Beobachten von Menschen als Teil der Stadt.

Franca Lehfeldt spricht außerdem über ihre Entscheidung, den tagesaktuellen Journalismus zu verlassen, und über ihr Leben als Unternehmerin. Wie geht sie mit Verantwortung für ein Team um? Was hat England ihr jenseits von Ausbildung und Karriere mitgegeben? Warum wirkt britische Kultur in vielen Bereichen stabiler als der deutsche Diskurs? Und welche Orte in London erzählen mehr über das Land als jede Hochglanzkulisse?

WhatsApp: Du kannst Alexander und Claus direkt auf ihre Handys Nachrichten schicken! Welche Ecke Englands sollten die beiden mal besuchen? Zu welchen Themen wünschst Du Dir mehr Folgen? Warst Du schon mal in Great Britain und magst ein paar Fotos mit Claus und Alexander teilen? Probiere es gleich aus: +49 8152 989770 - einfach diese Nummer einspeichern und schon kannst Du BRITPOD per WhatsApp erreichen. BRITPOD – England at its best.

Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

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00:00:01: England at its best.

00:00:04: Der große Britpott.

00:00:07: Mit Alexander Klaus Stecher und Klaus Beiling.

00:00:10: Mein Name ist Frank Liefeldt.

00:00:11: Ich bin Journalistin, Unternehmerin, Bestsellerautoren und darf heute bei Alexander im Podcast zu Gast sein.

00:00:17: Ich freue mich sehr auf eine neue Folge Britpott und

00:00:20: los geht's.

00:00:42: Heute präsentieren wir beim Britpod.

00:00:45: Eine Frau, ich sage immer, eines der schönsten Gesichter des deutschen Fernsehens.

00:00:48: Sie hat uns dort lange Nachrichten bei RTL verkauft.

00:00:51: Sie ist Journalistin, sie ist Unternehmerin, Medienunternehmerin und einfach eine kluge Frau, die immer viel zu sagen hat.

00:00:59: Heute zu Gast beim Britpod, Franka Lefeldt.

00:01:02: Ich grüße dich herzlich.

00:01:03: Hi Alex, danke, dass ich da sein darf.

00:01:05: Vielen Dank für die Einladung.

00:01:06: Was ist deine Beziehung?

00:01:07: Fragen sich bestimmt jetzt viele auch zu England.

00:01:10: Da gibt es nämlich was ganz Spezielles bei dir.

00:01:12: Das war's.

00:01:13: Biografisch gibt es etwas ganz Spezielles und darüber hinaus eine große Liebe und Zuneigung zu diesem Land, zu dieser Insel.

00:01:20: Zunächst aber bin ich und damals gab es ja noch die dreizehn Jahre Schule bis zum Abitur und ich habe meine elfte Klasse in Großbritannien genauer genommen in London im Speckgürtel verbracht und bin nach Mill Hill auf die Schule und habe sozusagen im britischen Schulsystem meine elfte Klasse gemacht und das war eine großartige Erfahrung die mich bis heute an dieses Land bindet und meine Begeisterung.

00:01:42: der für den Fachter.

00:01:43: Stimmt es, dass du irgendwie auch ein Bachelor mit Hotelfach und so weiter gemacht hast?

00:01:48: Habe ich genau, später dann.

00:01:50: Und ich habe zwar in der Schweiz studiert, in der Nähe des Genfa Sees, aber ich habe dann mein praktisches Semester in London verbracht und habe im Landmark-Hotel im Zentrum sechs Monate lang gearbeitet, genau.

00:02:02: Das

00:02:03: berühmte Landmark-Hotel, was da so alles ein- und ausgeht, da war ich auch schon zu Gast.

00:02:07: Find ich ein tolles fünf-Sterne-Haus, ist das ja eigentlich.

00:02:10: Ja,

00:02:10: und das ist eben genau das, was wir in Deutschland nicht haben.

00:02:13: Es hat diese wahnsinnige Kultur, diese Afternoon Tea und wie das zelebriert wird.

00:02:18: Mir wurde dort erst bewusst, dass das eben kein, wir essen mal einen Scone und setzen uns nicht hin, Gedöns ist, sondern die Briten haben da einfach wirklich eine Tradition, einen Bezug zu und es hat einen festen Bestandteil.

00:02:29: Und wenn wir gesehen haben, dass Samstag und Sonntag der Afternoon Tea overbookt war, war das ja wirklich für die Familie, für Freunde ein echtes Happening ist.

00:02:37: Man trifft sich da, ja.

00:02:39: Und das fand ich großartig, das zu erleben.

00:02:41: Ein Blick in dieses Land, auch in diese Kultur.

00:02:45: Bei dir startet das Frühstück mit Tee oder Kaffee?

00:02:47: Kaffee.

00:02:49: Aber Tee ist dann irgendwann auch dran, oder?

00:02:51: Ich versuche, mich umzuerziehen, weil meine Eltern mir immer sagen, allerdings nicht den klassischen schwarzen Gray, sondern meine Eltern sagen mir immer, trink grünen Teekind, das ist so gesund, die sind irgendwann umgestiegen.

00:03:02: Und da gab es bei uns im Haushalt schon, als ich noch zu Hause gewohnt habe, auf einmal kein Kaffee mehr, sondern nur noch grünen Tee.

00:03:07: Ich bin leider noch nicht angekommen, vielleicht muss ich noch älter werden.

00:03:10: Dann musst du ja sofort mit Maisen, da hast du alle Auswahl an Tees, die man sich überhaupt vorstellen kann.

00:03:14: Mein Lieblingstee ist jetzt neuer, dings der Rauch-Tee, Absang-Sung.

00:03:19: Manche sagen, riecht wie eine Zigarre und schmeckt wie alte Sachen.

00:03:22: Ich

00:03:22: liebe ihn.

00:03:23: Klingt nicht sonderlich britisch.

00:03:24: Ja, aber Absang-Sung, das haben die Briten sozusagen aus Indien geholt.

00:03:28: Und mittlerweile kommt er dann aus Japan.

00:03:31: Aber so eine Tea-Time, wenn du Tea-Time nicht nur serviert, sondern miterlebt hast, hast du das irgendwie in deinem persönlichen Leben noch übernommen?

00:03:38: Oder gibt es sowas hier in Deutschland nicht mal bei dir?

00:03:40: Also ich habe jetzt ehrlicherweise aktuell in meinem Leben nicht die Zeit, mich nachmittags zu einem Tee niederzulassen und noch ein paar Scones und Etagiere mit Delikatessen zu bestellen oder anzurüchten.

00:03:51: Dementsprechend, ich finde das faszinierend.

00:03:53: Ich mache das auch, wenn ich meine beste Freundin lebt in London.

00:03:55: Ich bin regelmäßig dort.

00:03:57: Und wenn wir so die Zeit haben, dann mal uns an dem Sonntag irgendwo hinzusetzen und das auch zuholen, was wir die letzten Monate miteinander nicht besprechen konnten.

00:04:05: Dann zeigt sie mir so die Places.

00:04:06: Es müssen gar nicht ja immer Hotel sein.

00:04:08: Es gibt ja auch wunderschöne alte Cafés.

00:04:10: Ich mag ja eh das Traditionelle in London wahnsinnig gerne.

00:04:14: Und ja, dann setzen wir uns hin und machen mal so eine klassische Afternoon Tea Session.

00:04:19: Aber das ist dann doch eher die Ausnahme als die Regel.

00:04:21: Du ja als top ausgebildete Journalistin hast sicherlich auch das BBC-Programm dann gerne verfolgt.

00:04:27: Ist das noch ein Rollmodel für dich, BBC, was man so sieht?

00:04:31: Ja, interessant, dass du das fragst.

00:04:32: Ich habe gerade noch einen Vortrag von mir gelesen, weil ich guckte und mich informierte, so was könnte ich bei einer anderen Gelegenheit vielleicht noch mit aufgreifen.

00:04:41: Und da war mir aufgefallen, dass ich die BBC noch im Mai diesen Jahres im Rahmen der OMR als positiv Beispiel genannt hatte, dafür, dass die eben sehr strikt trennen zwischen, ich nenn's mal, Kommentator und Moderator, aber darüber hinaus einfach sagen nicht nur der Nachrichtenmoderator, sondern einfach die Gesichter, die bei uns on air sind, das ist vertraglich in deren Statuten geregelt.

00:05:03: Diese Menschen präsentieren sich zum Beispiel in den sozialen Netzwerken nicht mit eigenen Meinungen.

00:05:07: Dafür gibt es eben Menschen, die genau diese Aufgabe

00:05:10: haben.

00:05:12: Die BBC war da vorbildlich.

00:05:14: Die haben eben genau das, was in Amerika ja Sowohl zum Geschäftsmodell als auch an einigen Punkten zum Problem geworden ist, dieses Verschwimmen von der Berichterstattung und des gekennzeichneten Kommentars, was ja jetzt mal rein von den journalistischen Standards her getrennt ist.

00:05:29: Das ist ja in Amerika zum Problem geworden, kannst du ja haute kaum noch trennen.

00:05:34: Und in Deutschland gibt es ja auch Abonnenten in einigen Fällen, wo man sagt, hier verschwimmen die Grenzen sehr stark, jetzt ja auch mit der ganzen Creator-Economy, die da noch mit reinkommt.

00:05:42: Auf jeden Fall ist diese Trennenlinie oftmals schwer noch nachzuvollziehen oder sie wird manchmal auch bewusst aufgehoben, glaube ich, weil es natürlich klickt und funktioniert.

00:05:51: Und da ist die BBC eben über Jahre ein sehr positives Beispiel gewesen, ein Vorbild, wie man es auch machen kann.

00:05:58: Das fand ich... wirklich immer so als auch eine Art Leuchtturm im Journalismus.

00:06:03: Und jetzt, wo wir gerade über das Thema Donald Trump-Dokumentation der BBC-Chef, der seinen Posten

00:06:09: geräumt hat.

00:06:09: Das hat's gerade ziemlich gekraft, ja.

00:06:10: Nachrichtenschefin weg, BBC-Chef weg, ja.

00:06:12: Es werden Posten vielleicht dort frei, da soll sie sich mal bewerben, bis der Nativespeakerin jetzt.

00:06:16: Ja, also wenn du einen Draht hast, schicken wir den Kontakt, ich ruf mal

00:06:19: an.

00:06:20: Aber kannst du das nachvollziehen?

00:06:21: an Journalistinnen auch, weil die da in Trump-Interview zusammengeschnitten haben sollen, was irgendwie vier Minuten fehlerhaft drin hat, wo man das Gefühl hat, direkt zum Aufruhr fürs Kapitol, zum Aufstand aufgerufen.

00:06:32: Ist das für dich etwas, wo du sagst, ja, kann ich nachvollziehen oder nicht?

00:06:35: Nein, ich kann daran gar nichts nachvollziehen.

00:06:38: Kein guter Journalist sollte daran irgendetwas nachvollziehen können.

00:06:42: Es ist Täuschung.

00:06:43: Es ist in meinen Augen eine Form des puren Aktivismus, weil was dahinter steht, ist ja ganz klar, ein Bild eines Mannes noch zu verstärken.

00:06:52: Ich würde gar nicht sagen zu zeichnen, weil es ist ja schon gezeichnet in eine ganz spezielle Richtung, aber es noch einmal zu verstärken und zu intensivieren, wie schrecklich er wirklich ist.

00:07:01: Und es ist als Medienkonsument definitiv schwierig, heutzutage ein echtes Bild von Donald Trump zu gewinnen oder sich ein eigenes Bild bilden zu können, weil... Das ist ja nur ein Fall, das ist ein sehr extremer Fall.

00:07:16: Aber die Berichterstattung über Donald Trump, und ich möchte diesen Mann nicht reinwaschen oder einen Schutz nehmen, das ist nicht mein Anliegen, aber es geht darum, finde ich, in jedem Fall, wie es immer ist, du bist erstmal in allererster Linie als Journalist dazu da, im Nachrichtenbereich, dass du die Fakten sammelst, dass du kein Aktivist bist, dass du dich mit nichts gemein machst, auch nicht mit einer guten Sache, sondern dass du vorträgst und eine objektive Berichterstattung ermöglicht.

00:07:41: Und das ist im Fall Donald Trump ja... kaum möglich.

00:07:43: Und ich glaube, das ist ein Riesenproblem.

00:07:45: Daran hinkt und krankt der Journalismus seit Jahren nicht nur im Fall von Donald Trump.

00:07:49: Und es ist letzten Endes eine Investition in Glaubwürdigkeit, wenn der Journalismus es schafft.

00:07:55: Erst mal die Fakten.

00:07:57: neutral objektiv zu überbringen und dass der Zuschauer, der Medienkonsument, der Leser, die Videokonsumentin sich ein eigenes Bild der Lage machen kann.

00:08:06: Und danach kannst du ja immer noch arbeiten mit Kommentatoren, mit Einordnungen, mit Bewertungen.

00:08:11: Dagegen hat niemand was.

00:08:12: Aber die Trennung dieser beiden Bereiche, die ist im Fall von Donald Trump in so vielen einzelnen Aspekten gescheitert, dass natürlich auch das wieder Vertrauen gekostet hat.

00:08:21: Und bei der BBC ist es jetzt ein, ich würde sagen, das ist ja gar keinen Schaden, das ist ja eine Katastrophe, was da passiert ist.

00:08:27: Das kann man sagen.

00:08:27: Und wenn er jetzt noch verklagt, möglicherweise könnte das die BBC die Existenzkosten im Prinzip.

00:08:33: Jetzt müssen wir noch mal bei dir zurückgehen.

00:08:35: Du bist ja auch so was wie eine Influencerin immer gewesen, vielleicht auch nicht ganz bewusst, aber da du so viel in den Medien zu sagen hast von Talkshows und den wichtigen Fernsehsendungen, wo man dich gesehen hat mit deiner Meinung, aber auch als Journalistin, die selber Nachrichten, Journalisten bei RTL und so weiter.

00:08:51: Wie konntest du das trennen als Influencers da und als Journalistin?

00:08:56: Wie hast du das gemacht?

00:08:57: Ich bin ja im klassischen Sinn definiere Influencer, ich bin kein Influencer.

00:09:00: Ich bin eine Journalistin mit Reichweite, zumindest auf dem Instagram-Kanal und auf LinkedIn.

00:09:05: Twitter ist nicht so mein Medium, war es auch schon, bevor es Exis nicht.

00:09:08: Also ich informiere mich, aber ich bin keine, die da sich einmischt.

00:09:13: Ich habe nie kommerziell Geld mit meinem Instagram verdient.

00:09:16: Also, ich habe keine Werbepartner, ich habe zu Zeiten meiner aktiven Reporter-Anstellung, habe ich gar keinen Umsatz mit Instagram gemacht.

00:09:24: Heute ist es so, dass ich hier und da gelegentlich, wenn ich Jobs habe, eben... eine Partnerschaft hat, die dann auch dort stattfindet.

00:09:31: Aber das ist jetzt kein Geschäftsmodell und ich könnte auch nicht mit meinem Instagram leben.

00:09:35: Also ich muss schon arbeiten gehen und dementsprechend, das ist mir auch wichtig, das möchte ich nicht.

00:09:39: Also ich finde den Job des Influencers fast schon unterschätzt, weil wenn ich was poste jetzt auch zum Beispiel von unserem Event, wo man einen Top, dann finde ich das immer wahnsinnig anstrengend.

00:09:48: Dann musst du diese Post bauen, dann musst du überlegen, was schreibst du darunter?

00:09:51: und ich mache das aus einer Art des... Ich glaube, du brauchst es heute, aber eher fürs Personal Branding, dass du einen eigenen Kanal hast, auf dem die Menschen dir folgen, auch sehen, wer du bist, was du tust, abseits dessen, was sie dann in den Medien mitbekommen.

00:10:05: Und so behandle ich diesen Kanal.

00:10:07: Ich habe großen Respekt vor den Leuten, die sagen, ich setze mich da wirklich hin und produziere Videos und mache Meinungsstücke und es gibt ja die verschiedensten Themenbereiche.

00:10:16: Das bin ich nicht, das habe ich nicht.

00:10:18: Ich sehe das wirklich als eine Pflege der Personenmarke.

00:10:20: Aber du bist trotzdem eine Personalbrand geworden.

00:10:23: Ob freiwillig oder unfreiwillig, das muss man ja durchaus zugeben.

00:10:26: Obwohl du jetzt auch für große andere Sachen produzierst und deine eigene Firma hast.

00:10:29: Und das läuft ja alles ganz toll.

00:10:31: Und trotzdem war aber bei dir der stärkste Wunsch, ich will Journalistin werden.

00:10:35: Aber irgendwann haben deine Eltern gesagt, dann ist nicht so ein sicherer Job.

00:10:38: Damit gegeben, mach noch was anderes.

00:10:40: Ja, also ich habe einen Abitur gemacht und zu dieser Zeit steckten wir auch, man kann das ja schon sagen auch leider, in einer Wirtschafts- beziehungsweise in einer Finanzkrise damals.

00:10:50: Und im Journalismus war es so, dass viele fest angestellte Journalisten entlassen wurden, dass die in freie Arbeitsverhältnisse wechselten oder auch eben eingespart wurde komplett.

00:10:59: Und mein Vater sagte damals, also du musst jetzt nicht in die Arbeitslosigkeit studieren oder dich ausbilden und diesbezüglich sagte er immer, Mach was, was dir eine Substanz, eine Basis für das Leben bietet.

00:11:11: Wenn du meinst nach einem Bachelorstudium und vielleicht gerne auch nach dem Master noch eine Ausbildung in Richtung des Journalismus zu machen oder dann auch Journalistin zu werden, dann stehe ich dir nicht im Weg.

00:11:22: Aber ich möchte gerne, dass du eine Ausbildung hast, die dir im gegebenen Fall, wenn du es eben nicht klappt, auch ein Job und ein Einkommen sichert und damit eben auch eine Unabhängigkeit dein Leben zu gestalten.

00:11:32: Und ich glaube, dass er so insgeheim gedacht hat, dass er die Kuh vom Eis hat.

00:11:36: Also ich dachte, ich glaube, er dachte sich so, ja, die macht jetzt mal da in der Schweiz so ein bisschen BWL und Totalmanagement und die kann doch toll mit Leuten reden, ist doch klasse.

00:11:45: Super Gastgeberin, das ist doch toll.

00:11:48: Ja, aber in mir drin war die ganze Zeit eigentlich ... ganz klar, dass das jetzt eine Ausbildung ist und dass ich das irgendwo aus einem Vernunftsgedanken mache.

00:11:56: Aber mein Herz hat immer für den Journalismus geschlagen.

00:11:59: Ich wollte da immerhin.

00:12:00: Und so begast

00:12:00: ja viele Abschlüsse sozusagen.

00:12:02: Also Bachelor, wie gesagt, Hotelfach, dann Journalismus.

00:12:04: Dann hast du noch die Journalisten Schule bekommen, also von der RTL.

00:12:06: Ich hab Master in strategischen Marketing, hab das dann in Boston beendet, mein Studium, also das zweite Semester.

00:12:12: Wahnsinn.

00:12:12: Hab dann da auch meine Masterarbeit geschrieben und bin dann zurückgekommen.

00:12:15: Und dann hab ich auf, weiß ich noch, wie heute ist das, Sonntags auf der Couch und hab irgendwie gescold Ausbild.

00:12:20: Journalisten, ich wusste auch gar nicht, welche da in Deutschland.

00:12:23: Besonders ist, oder auch vor allem, wann die Deadlines sind, sich zu bewerben.

00:12:26: Und dann war bei RTL, und ich war immer großer Peter Klöppel-Fan.

00:12:30: RTL war für mich immer mit Klöppel gebrandet.

00:12:32: Da sind wir wieder beim Thema Köpfe, ziehen Menschen an den Fernseher oder heute meinetwegen an Smartphone.

00:12:38: Aber es sind am Ende die Köpfe, denen du folgst.

00:12:40: Und ich habe RTL geguckt, weil ich Peter Klöppel großartig fand.

00:12:43: Nicht, weil ich das Gefühl hatte, dass ich jetzt bei RTL besser informiert bin als im ZDF.

00:12:48: Und aus dieser Sympathie und auch diesem Vorbild, dass Klöppel für mich durchaus ausge- Streit hat oder repräsentiert hat, habe ich dann mal gedacht, okay, was macht denn RTL?

00:12:56: Wie kommt man denn da rein?

00:12:58: Sie sollte wohl so sein, gerade einen großen Banner auf der Homepage.

00:13:01: Wir suchen unsere Journalistenschule, castet wieder.

00:13:04: Die aktuelle Bewerbungsrunde läuft noch zwei Wochen bewirblich.

00:13:08: Dann hab ich mich da beworben.

00:13:09: Das war ein Auswahlverfahren mit sechs Runden.

00:13:12: Anonymes Bewerbungsverfahren oder im Prozess, was ich auch großartig finde.

00:13:16: Einzige Richtige, dass du mit einer Nummer einfach deine Reportage schreibst, deine Recherchen einreichst und es da kein Name draufsteht, find ich top.

00:13:24: Das hat bei mir noch vier, fünf Monate gedauert.

00:13:26: Ich hatte immer so, wenn dann die nächste Runde kam, weißt du die Mail,

00:13:30: dann stand oben

00:13:31: RTL und ich so, oh mein Gott, ich krieg eine E-Mail von RTL, wie krass.

00:13:34: Dann hab ich diese fünf, sechs Runden damit gemacht, und dann hat es geklappt.

00:13:38: Und bist dann irgendwann die politische Chefreporterin geworden?

00:13:41: Das hat dann noch mal gedauert, nicht direkt, aber genau.

00:13:43: So schnell nicht, aber da hast du dich ja ganz toll karrieremäßig hochgearbeitet und standst da auch für etwas.

00:14:01: Und dann hast du mit Heiner Bremer zusammen noch gemacht.

00:14:04: Heiner

00:14:04: Bremer ist mein politischer Mentor, Gesicht des RTL Natchen.

00:14:07: Ja, Heiner hat mich zu dem Journalisten geformt, der ich bin.

00:14:10: Das kann ich auch nicht anders sagen.

00:14:11: ein Funken Glück, aber Glück muss man sich erarbeiten.

00:14:15: Und dementsprechend habe ich, glaube ich, gezeigt oder ausgestrahlt, dass ich wirklich will und dass ich auch vor allem besser werden möchte.

00:14:22: Ich meinte oder glaubte nicht, dass ich sonderlich gut oder toll war, sondern ich bin da wirklich hingegangen und habe gesagt, ich möchte eine echt gute Journalistin werden.

00:14:30: Und Heiner war damals so, ja, der grande Monsieur des RTL Berlin Hauptstadt Studios und er kommentierte zu der Zeit noch RTL, er kommentierte NTV und er lief immer mit einem riesen, packen Zeitung über den Flur, also Print noch.

00:14:45: Und dann irgendwann habe ich gedacht, wo sitzt der Mann, der da immer mit diesen ganzen Zeitungen, wie so eine Eminence über die Flugere streitet?

00:14:51: und er saß in seinem Büro und da ist dann wirklich alle Kommentare von links nach rechts, also von der Taz zur FAZ zur NZZ, der hat alles gelesen.

00:15:01: und dann habe ich mich irgendwann mal reingesetzt und habe einfach gesagt, wer ich bin und dass ich seine Arbeit teufeln, ihn sehr bewundere.

00:15:08: und dann hat er Nicht eine Sekunde.

00:15:12: und ich war damals, lass mich nicht lügen, ich war vierundzwanzig, vierundzwanzig.

00:15:15: Er hat nicht einen Moment gezögert, er hat auch nicht gedacht, was für ein junges Ding und was will die, sondern er hat sofort zu mir gesagt, ja, wie sehen Sie das?

00:15:23: Wie sehen Sie das damals so drei Themen, die gerade in politisch aktuell waren?

00:15:27: Dann hatte ich gehört hinterher, dass er zu meiner damaligen Chefin gesagt hat, die ist nicht blöd.

00:15:34: Und das war so ein Point, an dem er sich meiner angenommen hat, muss ich wirklich sagen.

00:15:39: Es war langsam, fragte er immer wieder so dann die Themen.

00:15:41: Und dann ging es eben los, dass er mich wirklich, ich sag auch mal richtig, in die... Mangel namen Neuronal, also der hat mich dann sehr kritisiert, aber ich finde Kritik ist Liebe.

00:15:51: Und ich habe das große Glück gehabt, die Corona-Pandemie als Schaltreporterin der Früh- und Nachmittagsnachrichten.

00:15:58: zu begleiten.

00:15:59: Das war ja eine absolute Ausnahmesituation.

00:16:01: Und Heiner Bremer, ich habe um sechs die erste Schalte gehabt.

00:16:04: Die sieben Uhr hat er geguckt zu Hause.

00:16:06: Ja, ich hatte immer sechs Uhr, sieben Uhr, acht Uhr.

00:16:09: Ja, dann haben sie sich auch überlegt, während der Krise, dass man die Nachrichten ja um fünf starten lassen könnte, um das mal zu testen, haben wir fünf, sechs, sieben, acht gemacht.

00:16:16: Naja, aber eigentlich war es sechs, sieben, acht.

00:16:18: Und Bremer schlief immer bis halb sieben.

00:16:20: Und die sieben Uhr schalte, guckte er.

00:16:22: Die acht Uhr guckte er, dann rief er an und dann hat er mich stramm stehen lassen.

00:16:25: Das hat er jeden Morgen bei

00:16:27: die Flügel.

00:16:27: So schält die, wie man so schön sagt.

00:16:29: Und

00:16:29: das hat mich ...

00:16:31: Schon geprägt, ne?

00:16:31: Auf den Weg gebracht.

00:16:32: Und irgendwann ist in deinem Buch dann vorgekommen, im Bestseller alteweise Männer, sozusagen.

00:16:36: Oder weiße, weiße, weiße, weiße.

00:16:38: Weiße,

00:16:38: weiße, weiße, weiße.

00:16:39: Weiß ist doch die Passmann, weiße.

00:16:41: Ist der Gegenentwurf.

00:16:42: Ja, da hat er auch gleich zugesagt, oder?

00:16:44: Ja, klar, weil er natürlich jetzt.

00:16:46: heute, also ich hab mit ihm auch vorgestern, haben wir Kassen Lindemann den Auftakt, dessen Deutschland-Tour gemacht, da haben wir im Saarland eine Live-Show, also ein Podcast aufgezeichnet und haben zur Innenpolitik und der aktuellen Lage auch zur Rentenreform debattiert.

00:17:01: Heute ist es ein Selbstgänger.

00:17:02: Das haben wir uns, glaube ich, miteinander erarbeitet.

00:17:04: Ich, dass ich sagen darf, dass er mein Mentor ist, dass er mich dahin gebracht hat und er ein Stück weit.

00:17:09: Und ich glaube, das ist auch das tolle, übrigens, Generationsdialog.

00:17:13: Ich nehme ihn überall mit hin, wo es geht.

00:17:14: Heiner ist vierundachtzig heute.

00:17:15: Wahnsinn!

00:17:16: Deshalb

00:17:17: würde man auch nicht glauben.

00:17:18: Aber der ist so agil noch in jeder Hinsicht und beweglich und so weiter.

00:17:21: Es ist toll.

00:17:21: Vor allem im Kopf beweglich.

00:17:23: Und ich finde, das ist dann auch die Aufgabe meiner Generation zu sagen, nur weil er ein Anführungszeichen im Ruhestand ist, muss man eher nicht dann auch im Ruhestand lassen.

00:17:30: Ich glaube, man muss genau diese Leute immer wieder mitnehmen.

00:17:34: Jetzt warst du ein großer Teil dieses Geschehens im journalistischen ... Berlin, sozusagen, und hast darüber berichtet und das sehr neutral immer getan.

00:17:44: Und plötzlich haben wir in Medien gelesen, im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr

00:18:02: im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Also ich

00:18:09: weiß nicht.

00:18:09: Oder hat sich in die Britulier gebracht von deiner Einstellung her?

00:18:12: Da ist die berichtende Journalistin und die ist dann plötzlich mit dem Minister zusammen.

00:18:15: Die Debatte konnte man überall verfolgen.

00:18:17: Ich meine, ich habe nach meiner Hochzeit ein sehr großes Interview in der Zeit gegeben damals, um unter anderem das zu rechtfertigen oder zumindest zu erklären, wie ich es sehe.

00:18:24: Dementsprechend, das waren die Gäste meines Mannes.

00:18:26: Es ist ja nicht so, dass ich irgendeinem Politiker auch damals nicht geschrieben habe, ich lade dich zu meiner Hochzeit rein, sondern ich sage mal, das ist dann ja auch eine merkwürdige Situation.

00:18:35: Ich habe natürlich damals von RTL und auch, ich war ja schon mal Welt, dann bergst du Springer.

00:18:39: Kollegen, zu meiner Hochzeit eingeladen, weil das ist ja klar, in deinem Arbeitsumfeld hast du Freunde, Bekannte und den ein oder anderen magst du und lädst ihn ein.

00:18:48: Die Konstellation ist ja selten, auf der einen Seite höchste Politik und auf der anderen die höchste journalistisch.

00:18:52: Und dann sagt aber dein Mann, ja das mache ich auch, dann sagst du ja wie, wen lädst du denn ein, ein Büroleiter, ja, ne, den Bundeskanzler.

00:18:58: Ja.

00:18:59: und dann kommst du natürlich in eine Situation, wo du sagst du kannst ja gar nicht sagen zu ihm irgendwie so, hey das geht nicht, weil es ist ja sein Arbeitsumfeld.

00:19:06: Genau.

00:19:06: Und es hat ja auch was, sage ich auch mal ehrlich, jetzt mit einer gewissen Klasse zu tun.

00:19:09: Du kannst auch nicht das ignorieren und so sagen, so findet nicht statt oder da halte ich die Tür zu.

00:19:14: Also ich finde das ja eigentlich gut, wenn die auch miteinander können.

00:19:18: So.

00:19:19: Na ja, das war damals so.

00:19:20: Da

00:19:20: ist er durch die Weltpresse gegangen.

00:19:22: Das muss man ja nun mal sagen.

00:19:23: Wer hat das schon bei seiner Hochzeit, dass er durch die Weltpresse gejagt wird?

00:19:27: Ich

00:19:27: hab's mir nicht gewünscht.

00:19:28: Ich hätte die Ehrlichheit darauf verzichten können, weil es die Dinge schwieriger macht und nicht leichter.

00:19:34: Aber es ist, wie es ist.

00:19:36: Oder es war, wie es war und dementsprechend habe ich dann auch mein Frieden damit gemacht.

00:19:39: Jetzt war es der einerseits die politische First Lady an der Seite eines Bundesministers, auch noch so eines wichtigen und andererseits bist du weiterhin die Journalistin gewesen.

00:19:48: Aber irgendwann hast du dann gesagt, ich muss mich entscheiden.

00:19:50: Ich hab mich nie als First Lady gesehen.

00:19:52: Also wirklich gar nicht.

00:19:52: Ich weiß natürlich, dass ... Was

00:19:54: auch beim Bundespräsidenten gesessen war.

00:19:55: Klar, das

00:19:56: ist dann immer wieder

00:19:58: der

00:19:59: Punkt.

00:19:59: Das ist natürlich dann ... Du hast ein Privatleben und ein Arbeitsleben, und irgendwo verlaufen dann in so einer Konstellation die Linien sehr ... Ja, es geht halt ineinander über.

00:20:09: Wo sind die Trennlinien?

00:20:11: Es verschwimmt natürlich, das ist ja klar.

00:20:13: Aber in der Tat und für mich war es irgendwann eben der Moment ... ... zwanzig, wann war das?

00:20:18: Dreiundzwanzig, zwei Jahre her zu sagen, Also ich möchte mich aus dieser Diskussion rausziehen, weil... meine Ausbildung und mein Anspruch an Journalismus eben nicht die Debatte darüber ist, mit wem du zusammen bist, sondern es ist die Arbeit, die im Fokus stehen sollte.

00:20:35: Und das wurde immer schwieriger.

00:20:36: Wenn die überlagert wird eben durch diese anderen Schlagzeilen, weil dann merkst du, wie die Presse von der anderen Seite funktioniert hat, nicht?

00:20:42: Klar, und gleichzeitig... Obwohl

00:20:43: du Kollegin warst, haben sie dich da nicht geschont.

00:20:44: Und gleichzeitig ist es eine Debatte, finde ich, die man auch unabhängig von meiner Person führen muss, weil es war ja damals sehr transparent.

00:20:51: Also ich habe diese Beziehung nie... kaschiert, geheim gehalten und irgendwann ist sie rausgekommen, sondern ich bin damit von Tag eins an sehr offen und sehr transparent umgegangen.

00:21:01: Wenn wir im journalistischen und politischen Umfeld gucken, gibt es X-Vernetzungen, gar nicht mal immer nur eine Beziehung, das auch, aber es gibt ja auch Freundschaften, es gibt Menschen, die sich schon länger kennen oder den Lebensweg teilen und der einen ist in die Politik und der anderen Journalismus gekommen.

00:21:15: Also es gibt so viel, man muss sich einen Abend vor Sporchert stellen in Berlin.

00:21:19: Wenn du siehst, wer miteinander essen geht, dann weißt du, wer sich besser als nur beruflich kennt, sag ich mal.

00:21:24: Und das ist gar nicht so transparent, wie es vielleicht in meinem Fall war.

00:21:28: Trotzdem findet es jeden Tag statt.

00:21:31: Und daher fand ich damals diesen Ansatz, den ich auch verfolgt habe, zu sagen, ich möchte arbeiten, ich möchte meinen Job machen, ich möchte für Franka Lefeld wahrgenommen werden.

00:21:40: soweit ich es durchgezogen habe zu tun.

00:21:42: Das finde ich bis heute richtig.

00:21:44: Und ich würde auch jeder jungen Frau, die in einer ähnlichen Lage ist oder auch einem jungen Mann, wobei es da sehr fraglich ist, ob wir die Debatte in dieser Art und Weise geführt hätten, immer raten so, wenn du dir nichts hast zu schulden kommen lassen.

00:21:55: Und das war in meinem Fall so.

00:21:56: Ich hatte nie irgendeine einseitige Berichterstattung.

00:21:59: Ich habe nie über die FDP berichtet.

00:22:00: Ich habe nie für sie kommentiert.

00:22:02: Ich war nie dafür zuständig.

00:22:03: Wenn du sauber bleibst, und das hat Bremer mir auch immer gesagt, wenn du sauber bleibst, dann gibt es eigentlich kein... keinen Grund, nicht darüber berichten zu können.

00:22:12: Und ich glaube, wir sind da recht weit gekommen.

00:22:15: Und trotzdem habe ich irgendwann gesagt, also, ich finde das so anstrengend.

00:22:19: Es ist einfach etwas, wo man ...

00:22:21: Ich ziehe mich raus, sozusagen.

00:22:22: Genau, ich mach aus dem Punkt eine Pause.

00:22:23: Das könnt ihr auch stimm gegeben

00:22:25: haben, die sagen, hey, jetzt erst recht brauchen wir die Frau, die sitzt jetzt mit den staatschen Menschen dieser Welt am Tisch, die können

00:22:30: brauchen, dass

00:22:31: die die interviewt für uns oder sonst irgendwas, ja?

00:22:33: Ja, also, das kann schon

00:22:34: verstehen.

00:22:35: Der Tam-Regierung

00:22:35: wäre so was normal.

00:22:36: Sehst du, das ist ein Schwiegersohn, der läuft rum, verhandelt hier mit Zelenski und Co.

00:22:41: So was gibt's in Amerika, aber in Deutschland ist die Zeit noch nicht reif dafür, kann man sagen.

00:22:45: Jedenfalls hast du es ja toll geregelt, jetzt bist du Mama geworden und hast deine Produktionsfirma und hast diesen ganzen Polizirkus hinter dir lassen können, der sicherlich auch nicht unbelastend war für die ganze Familie, vor allem in der Endzeit dieser letzten Regierung.

00:22:58: Wie hat man das als junge Mutter überstanden?

00:23:00: Kann man so was gut überstehen?

00:23:02: Also ich fokussiere mich immer maximal auf das, was ich tue.

00:23:05: Und für mich war das einfach... Ich habe gearbeitet.

00:23:09: Ich habe mein Business in der Zeit weiter aufgebaut.

00:23:12: Ich habe natürlich auch... in meinem Privatleben die Themen gehabt, die natürlich alle auch außen mitbekommen haben.

00:23:18: Aber ich habe mich immer und das tue ich auch heute auf mich konzentriert und habe meine Ziele verfolgt.

00:23:24: Unabhängig davon, dass ich natürlich auch meinen Mann unterstütze.

00:23:26: Da muss man nicht darüber sprechen.

00:23:27: Aber ich bin nicht diejenige, die jeden Tag vor den Zeitungen und vor den Kommentarspalten sitzt und sich davon lenken oder beeinflussen lässt.

00:23:35: Ich habe mein Fokus, ich habe meine Ziele.

00:23:38: Und die waren gerade im letzten Jahr.

00:23:39: Ich meine, ich habe gegründet, zwanzig, dreihundzwanzig.

00:23:41: Ich habe heute drei Firmen.

00:23:43: Ich habe mir eine Hohedingsstruktur gebaut.

00:23:45: Ich habe eine Produktionsfirma.

00:23:46: Ich habe eine Firma für meine Publikationen.

00:23:49: Meine Produktionsfirma hat ein ganz, ganz tolles Team.

00:23:52: Wir sind inzwischen fünf Leute.

00:23:53: Großartig motivierte, talentierte, von einer Kamerafrau, über ein Editor, über eine wirklich super Texterin.

00:24:00: Wir sind ein so dynamisches, junges, agiles Team.

00:24:04: Auch ein Mann dabei?

00:24:05: Einen.

00:24:06: Einen.

00:24:07: Aber das ist keine Absicht.

00:24:09: Ich gucke wirklich immer noch auf die Leistung.

00:24:11: Ich gucke gar nicht aufs Geschlecht.

00:24:12: Aber es hat sich so ergeben und ich... brenne für meine Mannschaft, weil ich so stolz bin, wo die sich auch in diesen zwei Jahren erst, erst zwei Jahre hin entwickelt haben, was wir produzieren, was für eine Arbeitseinstellung da herrscht.

00:24:23: Also sieben Tage, die Woche, die haben immer Bock und Drive.

00:24:26: im Moment, wo wir uns gerade unterhalten, sitzen sie schon wieder an der nächsten Produktion, die heute noch geschnitten werden muss.

00:24:31: Und da machen wir gleich weiter.

00:24:32: Das ist Sonntag, die könnten auch was anderes tun.

00:24:35: Dementsprechend, ich hatte eben auch oder habe eine Verantwortung inzwischen nicht für mich und ob ich jetzt irgendwie Journalistin bin oder nicht, sondern heute da habe ich da einfach auch ein Team.

00:24:46: Das sind junge Leute, die natürlich Aufgaben und Motivation brauchen und auch eine Perspektive und sich

00:24:52: an den Projekten geben kann.

00:24:54: Das

00:24:54: ist mein Job, oder?

00:24:55: Also da sehe ich mich in der Pflicht und gleichzeitig habe ich auch Gehälter zu zahlen.

00:24:58: Punkt.

00:24:59: Und da, um auf deine Frage zu antworten, das war auch im letzten Jahr die Situation.

00:25:03: Und da hatte ich einfach... wirklich eine Menge zu tun.

00:25:06: und während Deutschland gründet weiß wie anstrengend auch das ist bürokratisch und ich hatte mit meiner Firma das alles zu sortieren und so hinzustellen dass ich jetzt sage das ist ein stabiles gutes konstrukt und das macht Sinn und ich bin in der Lage auch die Einkommen dieser Menschen zu bezahlen.

00:25:21: damit hatte ich genug zu tun.

00:25:35: Du bist ja eine starke Frau das weiß man.

00:25:38: Bist du auch so eine starke Frau, die einen starken Mann, wie er aus der Politik zurückgetreten ist, auch wieder auffangen konnte und sagen konnte, hey komm, jetzt lass mal, das ist eine irre Zeit gewesen, aber wir kriegen das hin, dass wir wieder ins normale Leben eintauchen können außerhalb dieser Politikblase?

00:25:53: Puh, also Christian ist ein sehr rationaler Mensch.

00:25:57: und diese Option, das hat er ja auch letzte Woche nochmal bei Maischberger gesagt.

00:26:02: Das war immer da.

00:26:03: Der kann ja Umfragen lesen.

00:26:04: Und der wusste, es ist eine Möglichkeit, dass es eben nicht für ein Wählamandat reicht.

00:26:11: So, dass der Wähler eben das nicht nochmal bestätigt.

00:26:14: Und das dann nach, ich glaube, es sind es, ... ich weiß es gerade nicht genau, nach so einer langen Zeit, man sich auch schon vor einem Wahltag überlegt, wie geht man damit um?

00:26:29: Was wäre ... einen Plan B. Was möchte man vielleicht in seinem Leben auch wirklich noch machen?

00:26:33: Also auch, was hat man noch für andere Ziele und Leidenschaften?

00:26:37: Aber

00:26:37: bist du ein bisschen froh, dass er da auch wieder raus ist?

00:26:40: Ist das jetzt ruhiger geworden bei euch?

00:26:42: Also schon allein von der Repräsentation, dass man nicht da irgendwo aufschlagen

00:26:45: muss?

00:26:45: Du, im Ernst, für mich war das immer so der Punkt.

00:26:48: Und das finde ich auch bei Politikern einfach grundsätzlich so.

00:26:51: Es gibt ja nichts Wertvolleres und auch vertrauenspendenderes als in der Demokratie.

00:26:59: ein Regierungsauftrag oder auch ein Auftrag im Bundestag im Parlament zu sitzen, zu bekommen.

00:27:04: Und dementsprechend hätte ich niemals gesagt, jetzt hör doch mal auf, es ist ja jetzt hier ein bisschen anstrengend, also überhaupt nicht.

00:27:11: Also jemals mit

00:27:13: deiner Svada und deinen ganzen Fähigkeiten, die du hast, dran gedacht, selbst mal in die Politik zu gehen oder wurdest du gefragt möglicherweise und könnte dich das interessieren, auch in der Bundespolitik, ich glaube, dass du da gute Chancen hättest.

00:27:25: Weiß ich gar nicht, ob ich da gute Chancen hätte.

00:27:27: Du musst es dir einfach so wahnsinnig gut überlegen, finde ich persönlich und das ist ja eigentlich traurig, gar nicht, ob du für eine Sache brennst oder ob du für den Liberalismus oder für für was auch immer in deinem Herzen überzeugt bist und das vertreten möchtest, sondern du musst dich ja heute fragen, möchte ich permanent dieser digitalen, gerade im Thema Video auch irgendwie Heeme dieser Debatte, dieser verkürzten Debatte, möchte ich dem ausgesetzt sein.

00:27:55: Möchte ich mich dem aussetzen.

00:27:57: Das ist ja nicht das Ringen um die beste Idee und die tiefste Auseinandersetzung mit einem Thema und dann die beste Lösung gewinnt.

00:28:04: Das wäre ja der Sport, den ich mir für die Politik wünschen würde.

00:28:07: Aber heute ist es ja, heute trendet das Thema morgen das.

00:28:11: Die Haltbarkeit von der Debatte, was hat sie heute?

00:28:13: Fünf Tage, vier Tage und dann ist es vorbei.

00:28:16: Und dann wird der nächste durchs Dorf getrieben und ich weiß nicht, ob gute Menschen... Also nicht jetzt ich, sondern generell Leute, die eine gute Ausbildung haben, die Quereinsteiger wären.

00:28:25: Haben die da Bock drauf?

00:28:27: Also du musst dir überlegen, die kommen vielleicht aus guten Ausbildungen oder haben Berufserfahrungen oder haben einfach Ideen, wie man was verändern könnte.

00:28:36: Und dann sollen die so das auf sich nehmen, dass die letzten Endes permanent noch nicht mal ihren Gedanken zu Ende formuliert haben und dann wird er schon zerrissen.

00:28:44: Und das, finde ich, ist auch eine Kultur, wo wir wirklich in der Gesellschaft drüber nachdenken müssen.

00:28:48: Und das ist sowas, wo ich sage.

00:28:50: Das hindert mich fast an dem Gedanken zu überlegen.

00:28:52: Ich hab keine Parteimitgliedschaft, hab ich nicht.

00:28:55: Weil ich einfach sage,

00:28:57: Respekt

00:28:57: vor jedem, der es tut.

00:29:00: Aber wir müssen anders mit unseren Leuten umgehen, um gute Leute dafür zu begeistern, in die Politik zu gehen.

00:29:05: Wenn wir vorhin von England geredet haben, was hat dir dieses Hotelfach für dein Leben, auch für deine jetzige Karrieremöcherweise, beigebracht?

00:29:14: Gibt's da etwas, wo du sagst, das hat was Positives für mich?

00:29:18: Auch als Unternehmerin bewirkt, dass man noch mal dienen muss, vielleicht, Leuten?

00:29:22: Kannst dir genau sagen, ich hab immer im ersten Praktikum, also innerhalb des Studiums, glaub ich, vierzig Toiletten am Tag geputzt.

00:29:28: Ist nicht da ernst?

00:29:29: Das war das Beste, was hätte passieren können.

00:29:32: Wirklich, ich hatte im Hauskeeping im Frankfurter Hof, das war bevor ich nach London gegangen bin, die erste Station in der Praxis, die hab ich im Hauskeeping gemacht.

00:29:39: Und es war damals eine Russin, das weiß ich noch wie heute, eine ganz attraktive, gepflegte Frau.

00:29:44: Und die war die Chefin des Hauskeeping.

00:29:46: Und die hatte den Laden so im Griff.

00:29:49: Das war wahrscheinlich so wie bei der Bundeswehr.

00:29:50: Ich war nicht bei der Bundeswehr, aber ich würde es mal damit vergleichen.

00:29:53: Und die hat gesagt, wenn du gut putzt und schnell bist, kommst du in der nächsten Woche in die Superweiserrolle, also dass du die Zimmer dann kontrollierst und abnimmst und so.

00:30:03: Und wenn du das gut machst, dann kommst du in die nächste, also jetzt, ich sag mal wieder hier, Leistungsprinzip.

00:30:07: Schaffst du das, beweisst du dich hier, kommst du auf den nächsten Schritt.

00:30:10: Und ich hab die erste Woche bei ihr, da hatte ich sechs Tage Woche, da hab ich einfach vierzig Zimmer am Tag geputzt.

00:30:17: Wahnsinn,

00:30:18: vierzig Zimmer.

00:30:20: Frankfurter Hof ist ein riesen Haus.

00:30:22: Und du hast halt einen, der dann irgendwie sagt, ich mach das Bad, und du machst meinetwegen den Wohnzimmerbereich so im Zimmer.

00:30:28: Und das haben wir gemacht.

00:30:29: Und dann sind wir da zu zweit in die Zimmer und abgingst.

00:30:31: Und das ist dieses ... sich die Hände schmutzig machen zu können.

00:30:35: Du lernst übrigens viel über Menschen in Hotels.

00:30:37: Wie Menschen Hotelzimmer hinterlassen, du kannst es dir nicht vorstellen.

00:30:40: Die teuersten Visitenkarten, die besten Namen.

00:30:43: Und wenn du das Zimmer siehst, denkst du dir so, wer bist du?

00:30:46: Also ich finde Hotelzimmer sprechen interessante Sprache darüber, auch wie Menschen glauben, was die anderen Menschen hinterlassen können.

00:30:53: Weil du weißt ja, das kommt ja ein Mensch rein, der das wegmacht.

00:30:55: Das mal... Ich habe insgesamt ein halbes Jahr dort voluntiert und bin dann im Housekeeping da auch durch alle Jobs, die man da machen kann, durchgelaufen und wurde auch immer ein Superweiser und habe Zimmer gecheckt und Kleiderbügel nachgezählt und geguckt, ob die Minibar stimmt.

00:31:09: Aber ich sag mal so, für meinen Dienstleistungs- und mein Servicegedanken war das wahnsinnig gut, weil sich die Händeschmutzig zu machen und selber zu überlegen, vielleicht lege ich meine Handtücher zur Seite, wenn ich auschecke.

00:31:21: Ich schlag mein Bett auf, wenn ich das Hotel verlasse, weil ich einfach, ich möchte nicht, dass jemand das machen muss.

00:31:27: Da kommt doch ein Mensch, der das vorfindet.

00:31:29: Und diesen Respekt auch zu haben davor, das hat es mir gemacht.

00:31:32: Und eben diesen Punkt zu sagen, weißt du, dass du mit beiden Füßen auf dem Boden bleibst und nicht immer glaubst, du musst als Chef einsteigen, du musst als am ersten Tag schon horrendes Gehalt und am besten mit einem fancy Job-Titel haben.

00:31:43: Darum geht es doch nicht.

00:31:45: Absolut.

00:31:46: Arbeiten.

00:31:47: Erst mal was leisten, bevor man Ansprüche stellt.

00:31:49: Und der Unterschied zwischen England-Hotel und Deutschland war dein Rosa?

00:31:53: Nee,

00:31:53: es waren beides fünf Sternehäuser.

00:31:55: Die sind ja auch auf gleichen Ebenen der Rankings basierend.

00:31:57: Ich hab nur in England im FNB, also Food in Barrage, gearbeitet.

00:32:01: Also war ich in den Haften und T-Sections und hab dann auch schon das Management bei denen mitgemacht.

00:32:07: Also das organisatorische, die Inventur und Co.

00:32:10: Und in Frankfurt war ich eben, weil es meine erste Station war, rein operativ im Hausgeping.

00:32:15: Ist England eine Alternative für dich, weil du sagst, du gehst da mit deiner Freundin oft hin?

00:32:19: Könntest du da leben, wäre das eine Möglichkeit, wo du sagst, das gibt mir auch was für die Freundlichkeit der Leute, die Zurückhaltung nicht alles immer so wie in Deutschland kaputtrehen?

00:32:27: Oder ist das schlimmer dort, nach deinem Empfinden?

00:32:29: Die Hochkultur, finde ich, hat vom Kleidungsstil über dieses wirklich edle britische... Statement-Ship, ja,

00:32:38: ist einfach

00:32:39: großartig.

00:32:41: Ganz toll.

00:32:42: Nun komme ich aus Hamburg und deshalb ist mir das vielleicht auch ein bisschen nahe.

00:32:45: Hamburg

00:32:45: ist ja so in meinen London-Nähmersweiten.

00:32:47: Hat doch ein bisschen was voneinander.

00:32:49: Nur, ich finde persönlich, die Lebenshaltungskosten in London exorbitant.

00:32:55: Also wenn du in London nicht das Doppelte verdienst wie in Deutschland, dann kannst du deinen Lebensstandard, den du in Deutschland hast, ja in London nicht halten.

00:33:03: Und ich weiß nicht, Also, heute denke ich mir, ich finde London großartig.

00:33:07: Ich finde London ist ein bisschen das New York von Europa.

00:33:10: Und ich hätte total Lust, noch mal dort zu leben.

00:33:14: Aber ich finde wirklich, du musst sehr, sehr viel Geld verdienen, damit das schön ist.

00:33:18: Und ich

00:33:18: finde, nach dem Brexit ist es nicht mehr das gleiche London, muss man ganz ehrlich sagen.

00:33:22: Vom Stadtbild von allem her, es ist ein anderer Spirit leider auch.

00:33:25: Und nicht mehr ganz so einfach alles.

00:33:27: V.a.

00:33:29: die Geschäfte dort zu machen, so weiter.

00:33:31: Wenn man jetzt mal überlegt, was du dir da so alles aufgebaut hast mit Produktionsfirma, dann war ich gerade vor kurzem wieder bei Woman on Top eine Top-Veranstaltung, die du mit Nina Brockhaus zusammen ins Leben gerufen hast, wo mittlerweile die Top-Entscheider kommen, dann habt ihr da einen Christoph Werner, den Inhaber von DM da und verschiedenste andere Top-Speaker, die große Dressurreiterin, mit der du groß und bekannt bist, mit Isabel Wert.

00:33:54: Was machst du mit der eigentlich genau?

00:33:56: Isabel und ich sind in einem, wie sagt man, Ich mache alles, was bei ihr kommunikativ anfällt, begleite ihre Wettkämpfe in der Kommunikation.

00:34:07: Beispiel jetzt letztes Jahr, die olympischen Spiele in Paris.

00:34:10: Wir haben schon an Dokumentationen angefangen zu arbeiten.

00:34:14: Wir arbeiten alles, was den Content auf ihren Social Media Kanälen, das macht mein Team, produziert das.

00:34:19: Und sie

00:34:19: hat in einer Talkshow also toll erzählt, sie ruft dann nicht immer an, wenn sie in der Badewanne sitzt, mit ein Gentonic in der Hand.

00:34:25: Das ist doch schon wieder ein tolles Thema, muss ich

00:34:26: sagen.

00:34:27: Ja, also ich muss ehrlich sagen, das mag ich auch.

00:34:29: Menschen.

00:34:30: Also ich arbeite wirklich nur mit Menschen zusammen, wo ich einfach sage, da stehe ich hinter.

00:34:35: Und da kann man jetzt sagen, oh, das ist aber ein luxuriöser Ansatz zur Arbeit.

00:34:39: Das sehe ich gar nicht.

00:34:40: Ich denke mir einfach, pass mal auf, wenn ich hinter der Person nicht stehe oder hinter dem, was er oder sie tut.

00:34:45: Wie soll ich mit ihr Arbeiten, wie soll ich Projekte umsetzen und auch dafür brennen.

00:34:51: Und das kann ich einfach nicht.

00:34:52: Und deshalb gucke ich mir immer die Charaktere an.

00:34:55: Und Isabelle ist einfach für mich das personifizierte Leistungsprinzip.

00:34:59: Sie ist Greatest of All Time.

00:35:02: Die reitet den Briten.

00:35:04: Holst du die Medaille vor der Nase weg?

00:35:07: Großbritannien im Dressursport, auch im Sprengensport, ist ein Riesenwettbewerber.

00:35:11: Das ist ja immer die Frage, wo landet Großbritannien, wo landet Deutschland.

00:35:15: Und Isabel ist eine von denen, die oftmals dann sagt, ich hol mehr Gold.

00:35:18: Und das ist einfach eine Frau, die über thirty-six Jahre im internationalen Sport ... durch alle Höhen und Tiefen ihren Weg gegangen ist.

00:35:27: Und dazu eine Klarheit hat in ihrer Persönlichkeit, dass ich immer wieder denke, ich bedanke mich innerlich, dass ich mit so einer Persönlichkeit zusammenarbeiten darf, weil davon lerne ich so viel, obwohl das ein Anführungszeichen dann meine Arbeit ist.

00:35:40: Aber wie du sagst, sie liegt heute Abend in der Badewanne, das ist ihr einer Therapieplatz, sagt sie.

00:35:45: Und jetzt weiter ist der Pferdesattel, so.

00:35:47: Und dann ruft die mich abends an, wenn wir was zu besprechen haben.

00:35:50: Und dann hörst du, da klingelt so ein bisschen, da stellt sich das Gintonic-Glass ab, dann weiß ich schon, okay, liegt in der Badewanne, die ist die.

00:35:56: Dreiundzwanzig Uhr, Gintonic.

00:35:58: Und jetzt nochmal schnell mit Franka drüber sprechen, welches Interview wir machen, weil sie natürlich ohne Ende angefragt wird.

00:36:04: Ich finde, sie verdient absolut diese Sichtbarkeit, weil das sind Vorbilder in dieser Gesellschaft, die wir dringend brauchen.

00:36:11: Und sie steht wirklich ja für etwas, was so ein bisschen auf dem Rückzug vom Ausstärken bedroht ist heutzutage.

00:36:17: Und dementsprechend freue ich mich einfach wahnsinnig über.

00:36:20: diese Arbeit und diesen Kontakt mit ihr.

00:36:22: Und wenn dann eben noch so Projekte entstehen, dass wir einen tollen Film umsetzen dürfen, beispielsweise für den WDR oder andere Plattformen, die mit ihr eben eine Begleitung machen möchten im Rahmen von jetzt auch nächstes Jahr Weltmeisterschaft in Aachen, dann ist das einfach für mich im Sport so First Road to History.

00:36:53: Habt ihr euch beim Reiten, du bist ja auch Englischreiterin sozusagen.

00:36:56: Habt ihr euch da irgendwie kennengelernt, dass die da wusste davon?

00:37:00: Die besten Dinge entstehen ja meistens ohne, dass man sie plant.

00:37:02: Und ich war in Balwe, deutsche Meisterschaften.

00:37:05: Und Isabel ist damals geritten.

00:37:07: Da haben wir uns das erst mal kennengelernt.

00:37:09: Und dann ist darüber so ein Kontakt entstanden.

00:37:11: Und dann haben wir uns wieder gesehen und haben uns mal zum Abendessen verabredet.

00:37:14: Du samm

00:37:14: geritten auch schon mal?

00:37:15: Nein,

00:37:15: niemals.

00:37:16: Das würde ich auch niemals tun.

00:37:17: Du

00:37:18: bist ja nicht Dressurreiterin.

00:37:19: Doch,

00:37:19: aber das ist für Sie ja Zeitverschwendung.

00:37:22: Du bist auch Dressurreiterin.

00:37:23: Ja bitte, aber immerhin.

00:37:24: Allein, dass man da oben sitzt und das Pferd so etwas bringt, was es normal nicht machen würde, ist nicht die hohe Kür, würde ich

00:37:30: sagen.

00:37:30: Ja, also ich konnte erst auf dem Pony sitzen, als ich laufen konnte.

00:37:33: Also ich saß erst auf dem Shetland Pony.

00:37:36: Und dann konnte ich laufen.

00:37:37: Danke an meine Eltern auch.

00:37:39: Aber ich bin immer mein Leben lang als Kind geritten und tue es auch heute noch.

00:37:43: Aber das ist ein Level, wo ich einfach sage, damit möchte ich ihre Zeit nicht verschwenden.

00:37:48: Aber du machst das aktiv auch noch und hast ein eigenes Pferd und ein Stall und so weiter und alles.

00:37:52: Du musst ja auch hängen und pflegen und so weiter.

00:37:54: Oder hast du da deine Leute, die das für dich

00:37:55: sind?

00:37:55: Nein, also mein Pferd steht in Brandenburg und wirklich in der Provinz.

00:37:59: Und ich schaffe es jetzt nicht so oft.

00:38:02: Das ist, glaube ich, kein Geheimnis bei meinem Tagesterminplan.

00:38:06: Aber ich stehe oft unter der Woche, mache ich so zwei, drei Tage, stehe ich fünf Uhr auf, bin um sechs Uhr im Stall, ziehe es vor oder am Wochenende eben.

00:38:15: Und nun habe ich aber eben kein Pferd, was ... tolles Pferd, finde ich, aber ich habe ein Pferd, das ein ... Gutes, normales Pferd ist.

00:38:23: So.

00:38:24: Und das ist kein Spitzensportler, dem ich gerecht werden muss im Sinne von, der muss jeden Tag zweimal laufen.

00:38:30: Du kannst unsere verstorbene Queengott haben, sie seelisch verstehen, die so eine Beziehung hatte, dass sie bis zu ihrem Lebensende irgendwie auf dem Pferd gesessen ist.

00:38:38: Definitiv.

00:38:39: Was ist

00:38:40: das?

00:38:40: Ist es das Steigeruch, ist es das Tier an sich?

00:38:42: Was ist diese Verbindung zwischen Pferd und dir oder Mensch?

00:38:46: Ich glaube, es ist, was du gerade schon gesagt hast, du hast eben ein Leben bewesend dir gegenüber.

00:38:50: Und das gibt dir immer etwas zurück.

00:38:53: Und Pferde, finde ich, spiegeln dich.

00:38:55: Wenn du kommst und du bist eh schon mit deinen Gedanken ganz woanders und der Alltag stresst dich und es muss schnell gehen, dann merkst du, diese Unruhe überträgt sich aufs Tier.

00:39:03: Das ist immer eins zu eins.

00:39:05: Und gleichzeitig hast du aber einen Partner, wenn du mit ihm gut umgehst.

00:39:10: Und wenn du die Zeit investierst, zusammenzuwachsen, das ist wie mit einer zwischenmenschlichen Beziehung, dann gibt es dir so viel zurück.

00:39:17: Und ich habe mein Pferd ... Ich wollte kein Pferd mehr.

00:39:20: Ich hatte seit zehn Jahren noch keins mehr.

00:39:22: Ich habe ihn vor drei Jahren gekauft.

00:39:24: Und ich war auf einer Reporter-Fordbildung.

00:39:28: Und die fand Baha so ein Igel draußen im Wald statt.

00:39:31: Und da war eine Weide und da standen irgendwelche Ponys.

00:39:33: Und da stand er.

00:39:34: Und da habe ich gedacht, er ist aber ein hübsches Pferd.

00:39:36: Er war nicht ein Muskel.

00:39:37: Und um Gottes Willen, was macht er denn hier im Niemandsland?

00:39:40: Und dann, wie der Zufall des Willes, kam seine Besitzerin und hat ihn mit dem Darum gewuschtelt.

00:39:45: Und dann hat sie gesagt, sie möchte ihn verkaufen.

00:39:48: Und ich fand den so hübsch.

00:39:49: Ich wusste gar nichts von dem.

00:39:50: Ich hab den noch nicht mal laufen sehen.

00:39:52: Und da hab ich gesagt, ich find den toll.

00:39:53: Und dann hat sie den mir gezeigt und dann lahmte der, dann hatte der echt das.

00:39:59: Der Rücken war kaputt.

00:40:01: Das war ein junges Tier gewesen damals.

00:40:03: Heute ist er zehn, er war sieben.

00:40:05: Und der war einfach an allen Stellen wirklich nicht gut.

00:40:08: Und du hast ihn aber wieder hinbekommen.

00:40:09: Ich bin erst mal in die Klinik, hab eine Ankaufsuntersung gemacht.

00:40:11: Der Tierarzt hat gesagt, der hält nicht.

00:40:13: Wenn sie den kaufen, das geht nicht.

00:40:14: Der hat einen kaputten Fuß, der dies kaput, der das kaput.

00:40:17: Dann hab ich gedacht, was ist denn wir hier nicht mitnehmen?

00:40:19: Also, was passiert mit

00:40:21: dem Abenteuer?

00:40:22: Dann hab ich zum Christian gesagt, ich kaufe mir ein Pferd.

00:40:25: Was hat der Christian gesagt?

00:40:27: Wir macht doch.

00:40:29: Wir haben ja immer wieder schöne Fotos gesehen, wo du im Reitstall bist und mit deinem Pferd unterwegs oder wo er dich dann mal besucht hat.

00:40:36: Aber das Englisch reiten konnte ich da vorher schon.

00:40:39: Und das ist etwas, was dann wirklich auch eine Entspannung für dich darstellt.

00:40:43: Ja, das meine ich eben, weil ich dieses Pferd würde ich einfach mal jetzt so interpretieren.

00:40:48: Der weiß ja, wo er herkommt und der hat die letzten drei Jahre, habe ich den sukzessive aufgebaut, muskulär, mit einem Plan, mit einem Training, mit einer Trainerin, habe dem von den Hufen guten Beschlag erst mal besorgt, damit diese Verletzung, die er auch immer noch hat, dass die zumindest nicht schlimmer wird.

00:41:04: Und das ist eine Verletzung, mit der ich reiten kann.

00:41:07: Er ist auch nicht lah, er hat keine Schmerzen, aber sie ist eben da.

00:41:11: Und man muss sie im Auge behalten.

00:41:12: Wir haben versucht, oder ich würde sagen, es ist uns auch gelungen, dieses Pferd einzustellen, so dass der jetzt für ihn artgerecht und schmerzfrei steht und eben auch im Training ist.

00:41:22: Und wenn ich mit dem in den Wald reite, alleine, und es kommt ein Trecker, also es sind Bauarbeiten im Wald, es wird gerodet, es wird gefahren.

00:41:31: Dieses Pferd ist wie eine Bank.

00:41:33: Der hat mich noch nie hängen lassen.

00:41:36: Der würde niemals, blöd gesagt, gegen mich.

00:41:39: Ja, weil ich glaube, dass er wirklich sehr dankbar ist für das, was er heute hat.

00:41:43: Und das spürst du, ich sage mal, er ist ein Labrador.

00:41:46: Also, ich muss den nicht anbinden.

00:41:47: Ich kann den auf der Stahlkasse stehen lassen.

00:41:50: Er heißt Fritz Santino, aber wir nennen ihn nur Fritzi.

00:41:52: Das ist ja süß.

00:41:53: Aber dein Mann, der Christian Lindner, ist noch nicht damit geritten.

00:41:55: Nee, es muss halt sein.

00:41:56: Kann

00:41:56: er halten?

00:41:56: Nein.

00:41:57: Oh, hätte ich jetzt gedacht, dass das mal ging sein.

00:41:58: Wenn

00:41:58: du ihn jetzt fragst, sagt er ja, aber nein, kann

00:42:00: nicht.

00:42:00: Ah, dann ist er wieder nett.

00:42:01: Aber deine Tochter würdest du mit acht Monaten schon mal auf dem Pferde rücken setzen?

00:42:05: Oder hast du es schon getan?

00:42:06: Ich habe es noch nicht getan, weil das wäre ein bisschen ...

00:42:08: Du hast ja vorher schon gesessen.

00:42:10: Ja,

00:42:10: aber Pony.

00:42:11: Und meiner

00:42:12: ist echt

00:42:13: groß.

00:42:13: Und das würde ich jetzt nicht heraufgespüren.

00:42:16: Aber meine Tochter war dieses Jahr im Kinderwagen mit in Aachen, am CHIO.

00:42:21: Und da hat Isabel gesagt, wenn du laufen oder sitzen kannst, dann bekommst du ... Deine erste Reitstunde von mir.

00:42:29: Ist

00:42:29: das Wahnsinn.

00:42:30: Und da hab ich so gedacht, krass, das wäre mein ...

00:42:32: Das wär deins gewesen, oder?

00:42:34: Absoluter Lebenstraum als sechsjährige, als zehnjährige gewesen.

00:42:37: Wie schön, dass das da kommt.

00:42:39: Wie gesagt, kann ja auch sein, dass es jemand sagt, ich hab keine, aber die meisten Mädels springen erst mal drauf an.

00:42:44: Da hab ich gedacht, wie süß, dann würde ich mal sagen, Shetland Pony.

00:42:48: Und Isabel sagt dann, Leichttraben, gerade sitzen.

00:42:51: Wahnsinn.

00:42:52: Absatz runter.

00:42:53: Super.

00:42:54: Abschließend.

00:42:55: Du hast schon so viel geschafft in deinem jungen Leben.

00:42:58: Du bist ein bisschen y-dreißig, sagen wir mal.

00:43:00: Wenn man überlegt, wo du schon stehst, was könnte noch die Steigerung für dich auch sein?

00:43:04: Du hast dieses Woman-on-Top-Event.

00:43:06: Du unterstützt junge Frauen mit ihrem Studium, damit sie ihre Kredite zurückzahlen können.

00:43:11: Du produzierst Filme, du brennst an allen Ecken und Eben.

00:43:14: Du bist jetzt auch noch Mama, hast jetzt auch noch ein Mann, der öfter zu Hause ist, vielleicht als früher.

00:43:19: Also, es sind so viele schöne Bausteine.

00:43:21: Aber was ist so dein nächstes Ziel?

00:43:22: Oder lässt er dich da eher treiben?

00:43:24: Du sagst ne, mein nächster Step ist die Sonne.

00:43:27: Also treiben lassen kann ich mich vom Naturell her nicht.

00:43:29: Ich habe immer einen ziemlichen Zug dran, aber ich bin auch niemand, der sich jetzt den Kopf zerbricht.

00:43:35: Ich weiß, dass ich im kommenden Jahr, im Oktober, mein zweites Buch rausbringe.

00:43:40: Und

00:43:40: was geht's?

00:43:41: Das verrate ich noch nicht, aber es ist ein gesellschaftspolitisches Werk.

00:43:44: Ich möchte natürlich wieder eine Debatte anstoßen.

00:43:47: Und ich freue mich drauf.

00:43:49: Allein geschrieben oder mit?

00:43:50: Alleine.

00:43:52: Das war ja das erste Buch und das zweite.

00:43:53: jetzt schreibe ich alleine.

00:43:55: Und im kommenden Jahr erscheint es und bis es soweit ist, habe ich auch noch Arbeit vor mir.

00:44:00: Das heißt, ich werde jetzt den Dezember und die Weihnachtszeit und auch den Januar nutzen, um ein bisschen Termindruck rauszunehmen und mich auch diesem Projekt wirklich zu widmen, weil ich liebe es, ich muss aber mehr Zeit investieren.

00:44:11: Und das zweite ist, dass ich eben eingehend mit diesem Projekt.

00:44:15: So für mich persönlich das Ziel hat zu sagen, ich möchte meine journalistische Tätigkeit auch wieder stärken.

00:44:20: Wie zum

00:44:20: Beispiel?

00:44:21: Das kann ich dir noch nicht sagen.

00:44:22: Also das Buch ist natürlich eines dieser Projekte, aber grundsätzlich muss ich... das sind eben Dinge, die muss ich rausfinden für mich.

00:44:28: Das weiß ich noch nicht.

00:44:29: Aber es ist in mir drin, dass ich weiß, dass ich... Es möchte.

00:44:32: Und da sind wir dann ungefähr, was ich gerade meinte.

00:44:34: Ich habe eine Idee, ich habe einen Impuls, aber ich schnitze mir jetzt auch keinen Actionplan.

00:44:39: Und ich glaube immer, if it's supposed to be, it will be.

00:44:42: Türen gehen immer auf, wenn man eine Vision, wenn man einen Traum, wenn man ein Ziel hat.

00:44:46: Und dementsprechend gucke ich mal, was das nächste Jahr dann bringt.

00:44:49: Ganz zum Schluss jetzt wirklich, wenn du wieder mit Freundin nach London gehst.

00:44:53: Was ist dein absoluter Lieblingsplatz oder dein Tipp, wo man unbedingt mal hingehen sollte?

00:44:58: Also ... Das ist so richtig Oldschool und wahrscheinlich überhaupt keine London Trend Report oder Guide.

00:45:04: Ich mag es so gerne zu Heritage zu gehen.

00:45:08: Und dann in dieser Schlemmerabteilung zu sitzen.

00:45:11: Die

00:45:12: Foothold

00:45:12: ist noch toll, oder?

00:45:13: Ja,

00:45:14: und die Fischenships.

00:45:15: Es ist auch ganz egal an welchen von den ganzen, sondern Hauptsache da, wo ein Barhocker frei ist, hinsetzen.

00:45:20: Ein Glas Weißwein bestellen, was leckeres zu essen.

00:45:23: Und das Schlimme ist nur daran, finde ich.

00:45:26: Man ist ja dann so geneigt, nach einem Glas Wein oder anderthalb zu sagen, man fährt doch mal hoch.

00:45:31: Und dann ist man ja ein bisschen laudig.

00:45:33: Genau.

00:45:34: Und dann gibt man doch wieder ein bisschen mehr Geld, als man vielleicht sich vorgenommen hat.

00:45:38: Nein, ich mag dieses Leben dort und ich mag auch dieses Treiben.

00:45:42: Ich kann ewig Menschen gucken, ich liebe Menschen zu beobachten.

00:45:46: Ich finde, Harris ist so multikult, die da kommt alles rein.

00:45:49: Das ist toll.

00:45:49: Und schon von außen, wenn dann Christmas-Shopping, also jetzt in der Weihnachtszeit so, also so die Beleuchtung des Ganzen, dann geht einfach das Herz auf und man denkt, wenn ich nur mit einer kleinen Tüte mit irgendwas Süßen rauskomme, aber ich hab's zumindest gemacht, oder?

00:46:00: Ja.

00:46:00: Das kann man allen empfehlen, mal Christmas-Shopping, Harrods und dann, wo man euch noch einen Tea-Time in the Ritz mit rechtzeitiger Vorbestellung oder bei euch im Landmarkt, wo du gewesen bist, wär ja auch noch mal was.

00:46:10: Ja,

00:46:11: also dieses Sitzen und gucken und essen und shoppen, das ist einfach so, ich mag das, das ist toll.

00:46:18: Ich finde auch Wahnsinn, wer da reinkommt.

00:46:19: Also, du triffst ja.

00:46:20: Alle Kulturen im Harrod.

00:46:22: Ja, das

00:46:22: muss man sagen.

00:46:23: Und wenn du siehst, wie unterschiedlich die einkaufen, die einen kommen mit zehn Leuten, der nächste kommt alleine, der übernächste sieht aus, als wenn er gerade schon von der Fashion Week in Tokio gekommen ist.

00:46:33: Ja, also verrückt toll.

00:46:34: Aber

00:46:34: seitdem das Ding verkauft wurde von Alpha, jetzt gibt's auch das Denkmal unten für Diana und Dodi nicht mehr.

00:46:39: Das ist ein bisschen schade, muss ich sagen.

00:46:40: Schade.

00:46:41: Es war zwar wirklich kitschig, aber die Leute sind da reingestremt ins Erdgeschoss.

00:46:45: In der Egyptian Hall, wie es so schön heißt.

00:46:47: Ja,

00:46:47: ich bin ein Riesen-Lady-Die-Fan.

00:46:50: War es immer, werde es immer sein.

00:46:52: Aber war's nie im Buckingham Palace eingeladen, auch mit der Mannich oder in

00:46:56: Downing Street?

00:46:56: Da musst du jetzt aber mal das Protokoll lesen.

00:46:59: Das ist dann nicht auf Minister eben, dann nein.

00:47:02: Na gut, also wer weiß.

00:47:03: Da

00:47:03: sind die Briten ja auch sehr streng.

00:47:05: Ja, sehr britisch.

00:47:06: Ist ja auch richtig, very britisch.

00:47:07: Frank Alephheit, ich sage herzlichen Dank für dieses tolle Gespräch.

00:47:11: Euch alles Gute und weiterhin frohes Schaffen und eine tolle Zeit im Jahr im Jahr mit viel Erfolg für das Buch.

00:47:18: Wir werden's begutachten, ja?

00:47:19: Ich freue

00:47:20: mich, vielen, vielen Dank.

00:47:21: Ein schönes Wochenende.

00:47:23: Herzlichen Dank fürs Zuhören und wenn es euch gefallen hat, gebt uns gerne ein paar schöne Bewertungen, Sterne oder schreibt ein Review zu unserem Britpod.

00:47:31: Und wenn ihr Anregungen, Ideen oder irgendwelche Themenvorschläge habt, schreibt uns auch gerne eine WhatsApp unter der Nummer Sieben, sieben, null.

00:47:43: Könnt ihr auch gleich nochmal im Begleittext unseres Podcasts nachlesen.

00:47:47: Am besten speichert ihr diese Nummer wie einen neuen Kontakt zum Beispiel unter dem Namen Britpott ab und schon könnt ihr mit uns kommunizieren.

00:47:54: Herzlichen Dank und bis zur nächsten Ausgabe von England Edits Fest, der große Britpott.

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